Modalsätze

 

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Was sind Modalsätze?

Modalsätze drücken aus, auf welche Weise, wodurch, mit welchem Mittel oder unter welchen Umständen etwas geschieht oder gemacht wird. Beispiele:

Das Klima ist dadurch wärmer geworden, dass die Menschen so viel fossile Brennstoffe zur Ernergieerzeugung verwendet haben.
Indem die Menschen so viel fossile Brennstoffe verwendet haben, haben sie das Klima aufgeheizt.

Indem kann man nur verwenden, wenn Haupt- und Nebensatz das gleiche Subjekt haben (hier: die Menschen – sie). Bei unterschiedlichem Subjekt muss man dadurch – dass verwenden. Aber dadurch – dass ist auch bei gleichem Subjekt richtig:

Dadurch, dass die Menschen so viel fossile Brennstoffe verwendet haben, haben sie das Klima aufgeheizt.
Die Menschen haben dadurch, dass sie so viel fossile Brennstoffe verwendet haben, das Klima aufgeheizt.

Modaler Zusammenhang mit Präposition und Nomen

Ähnlich wie bei Konzessivsätzen oder Konsekutivsätzen lassen sich modale Zusammenhänge auch mit den Präpositionen durch (Akkusativ) oder mit (Dativ) plus Nomen ausdrücken. Dazu muss man für das Verb im Modalsatz eine Nominalisierung finden. Beispiel:

Durch die Verwendung von fossilen Brennstoffen haben die Menschen das Klima aufgeheizt.
Mit der Verwendung von fossilen Brennstoffen haben die Menschen das Klima aufgeheizt.

Negativer modaler Zusammenhang

Wenn man einen Umstand ausdrücken will, der nicht gegeben ist oder nicht gegeben sein soll, verwendet man den Konnektor ohne dass oder die Präposition ohne (Akkusativ).

Die Erwärmung des Klimas ist nicht zu aufzuhalten, ohne dass auf fossile Brennstoffe verzichtet wird.

Ohne Verzicht auf fossile Brennstoffe ist die Erwärmung des Klimas nicht aufzuhalten.

Der gleiche Zusammenhang lässt sich auch als Konditionalsatz mit zwingender Bedingung ausdrücken:

Nur wenn die Menschen auf fossile Brennstoffe verzichten, ist die Erwärmung des Klimas aufzuhalten.

Substitutiver modaler Zusammenhang

Wenn man ausdrücken will, dass etwas nicht geschieht, sondern dass stattdessen etwas anderes geschieht oder geschehen soll, benutzt man den Konnektor anstatt dass. Beispiel:

Anstatt dass wir zulassen, dass das Klima immer wärmer wird, müssen wir die erneuerbaren Energiequellen rascher erschließen.

Für einen Ausdruck mit Präposition plus Nomen stehen hier die Präpositionen statt oder anstelle (Genitiv) zur Verfügung:

Statt weiterer Erwärmung des Klimas muss der Klimawandel durch raschere Erschließung erneuerbarer Energiequellen aufgehalten werden.
Anstelle weiterer Erwärmung des Klimas müssen wir den Klimawandel durch raschere Erschließung erneuerbarer Energiequellen aufhalten.

Modale Infinitivkonstruktionen mit zu

Nur die negativen und die substitutiven modalen Zusammenhänge lassen sich auch mit Infinitiv plus zu (ohne zu, statt zu, anstatt zu) ausdrücken. Das geht aber nur, wenn der Akteur in beiden Satzteilen der gleiche ist.

Ohne auf fossile Brennstoffe zu verzichten, können wir die Erwärmung des Klimas nicht aufhalten.
= Wenn wir nicht auf fossile Brennstoffe verzichten, können wir die Erwärmung des Klimas nicht aufhalten.

(An)statt in Gaspipelines zu investieren, müssen wir die erneuerbaren Energiequellen noch rascher erschließen.
= Wir dürfen nicht in Gaspipelines investieren, sondern wir müssen die erneuerbaren Energiequellen noch rascher erschließen.

Übungen

Einige Übungen mit “indem” findest du hier: